Iran – vom Norden in den Süden

4. – 13.11.2018

Fast zwei Wochen im Iran und wir sind begeistert, die anfänglichen Bedenken sind allesamt verflogen. Das Auto läuft auch mit schlechtem Diesel, weder Polizei noch Militär kontrollieren uns und die Menschen empfangen uns wie ihre besten Freunde. Durch die hohe Inflation ist für uns alles extrem günstig, Hotelübernachtungen gibt es für 8 bis 20 Franken, Essen für ein paar Rappen. Die Verpflegung ist etwas eintönig, die Iraner essen lieber zu Hause oder holen sich etwas im Kebab- oder Suppenshop, es gibt fast keine Restaurants. Die grösste Herausforderung aber ist Diesel zu bekommen, denn um zu tanken braucht es eine Dieselkarte, aber nicht jeder Tankwart rückt sie raus. Zum Glück finden wir immer wieder Lastwagenfahrer, die uns ihre ausleihen. Über bizarre Bergformationen fahren wir nach Kandovan, ein bewohntes Höhlendorf. Bevor der erste Schnee fällt flüchten wir Richtung Süden über Zanjan nach Teheran. Es stehen hochheilige Feiertage an und wir kommen gut voran, stadtauswärts jedoch staut sich der Verkehr auf über 60 km Länge! Teheran ist fast ausgestorben und leider sind auch die Sehenswürdigkeiten geschlossen. Dennoch geniessen wir die halbleere Stadt und treffen dort unsere Freundin aus Shiraz, welche zufällig mit ihrer Mutter für ein paar Tage in der Stadt weilt. Nach Teheran fahren wir weiter nach Südwesten bis runter nach Susa und Shushtar, wir wollen unbedingt noch ein paar warme Tage geniessen und besichtigen unterwegs wieder ein paar Unesco Welterben, wie die Ruinenstadt Tschogha Zanbil und das historische Hydrauliksystem in Shushtar. Unterwegs sehen wir die iranischen „Alpabzüge“ durch die Berge fahren: ganz unromantisch packen die Nomaden aus den Bergen ihr Hab und Gut, inklusive Tiere, auf Lastwagen und fahren im Winter Richtung Süden. Auch ein paar Overlander sind uns schon begegnet, zwei Italiener, welche sich auf den Schnee in den Bergen freuen, um dort Skifahren zu gehen und eine indonesische Familie, die mit ihren zwei Kindern Richtung Afrika unterwegs ist. Und zum Schluss: wir knacken die 10’000 km!

 

4 Kommentare zu „Iran – vom Norden in den Süden

  1. Wie immer spannend- wie immer ‚plange‘ ich auf Nius💝💝💝💝 Danke
    Gehe seit heute fast ohne Hilfe – Ihr seit also schon ewig unterwegs
    Glg

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  2. Hallo Ihr Lieben
    spannend eure Reiseberichte – tolle Fotos!!
    Habe gehört, dass gestern im Iran ein starkes Erdbeben war. Hoffe ihr seid wohlauf!?
    Bacioni

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    1. Hallo liebe Sabrina, uns geht es gut, danke! Wir sind ganz im Süden unten und gar nichts vom Erdbeben gemerkt! Herzliche Grüsse Steffi

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