Malaysia – Berge – Dschungel – Meer

16. – 24.01.2019

Wir entfliehen der grossen Hitze von Kuala Lumpur nach Fraser Hill in die Berge. Hier herrschen angenehme Temperaturen, in der Nacht wird es mit 16 Grad sogar richtig kühl. Wegen der Regenzeit sind alle Wanderwege geschlossen und neben dem ältesten Golfplatz Malaysias gibt’s leider nicht viel zu unternehmen. Deswegen verbringen wir den Nachmittag beim High Tea in einem hübschen englischen Cottage, hier wirken die Spuren der Engländer noch etwas nach. Die Reise führt uns später über Raub und Klau – genau so heissen die Dörfer – nach Kuala Lipis und später weiter in den ältesten Nationalpark der Welt, dem Taman Negara. Doch bereits während der Fahrt durch das Landesinnere kommt uns Malaysia wie ein grosser üppiger Regenwald vor. Leguane, Affen, Büffel und sogar zwei Schlangen kreuzen unseren Weg. Leider aber auch massenhaft Palmöl-Plantagen, welche sich immer weiter ausbreiten. Der Nationalpark ist phantastisch, mit dem Boot geht’s auf einem Nebenfluss durch den Dschungel. Die wilden Tiere, es gibt hier Elefanten, Tiger, Leoparden, Wildschweine und Hirsche, verstecken sich aber allesamt im dichten Wald. Ein paar Tage später ziehen wir weiter an die Ostküste, in der Hoffnung, dass die heftigen Regengüsse versiegen und wir endlich wiedermal campen können. Unterwegs besuchen wir Hindu- und Chinesische Tempel und der Muezzin ruft auch noch im hintersten Winkel aus der Moschee zum Gebet. In Cherating Beach finden wir einen einfachen Campingplatz, wo wir uns für ein paar Tage niederlassen und mit drei anderen Weltreisenden (die sind mit ihren Fahrrädern unterwegs) relaxen wir gemütlich am schönen Strand. Die grosse Aufregung kommt dann kurz vor dem Eindunkeln: ein paar Einheimische werden am Strand mit dem Auto von der Flut überrascht, während sie ihren Jet-Ski rausziehen wollen. Das Wasser kommt schnell und die Strömung ist extrem stark, also klappen wir unser Dachzelt unverzüglich zusammen und ziehen den Pick-Up in letzter Minute aus dem Meer. So ein Glück, dass wir da waren, weit und breit war kein anderes Auto in Sicht, sie waren uns unendlich dankbar und wir froh, dass alles gut geklappt hat.

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