Dubai – tschüss Toyota

20. – 21.12.2018

Die Autoverschiffung nach Malaysia ist und bleibt für uns ein grosses Rätsel. Die einzigen Informationen die wir erhalten sind: Auto Abgabe am Datum x an Adresse y, das Auto geht dann auf’s nächste Schiff (wann genau weiss niemand), die Überfahrt dauert rund 10 Tage und die ganzen Formalitäten in Malaysia nochmals ein paar Tage. Ok, da müssen wir wohl durch. Wir fahren an den besagten Ort in Dubai, ein riesiges Gelände mit einem Mix aus Import/Export-Firmen, Baumaterial- und Autohandel und siffigen Essensständen. Pünktlich zum vereinbarten Termin öffnet sich das Tor und ein paar Inder winken uns hinein. Und siehe da, alles klappt und auf Nachfrage erhalten wir sogar eine Bestätigung, dass wir das Auto abgegeben haben. Nun steht er da, unser Hilux, neben einer Lastwagenladung Pasta und sonstigen Gütern, die irgendwohin in die Welt verschifft werden sollen. Wir verabschieden uns und hoffen das Beste! Danach geht’s weiter zum Flughafen, wo wir dank gratis Flughafen Wi-Fi unsere Weiterreise planen können. Sri Lanka scheint eine gute Option für unsere „Ferien vom Reisen“ zu sein. Acht Stunden später sitzen wir im Flieger und heben ab Richtung Colombo!

 

 

 

 

 

 

Oman – einzigartige Natur

10. – 19.12.2018

Mit einer neuen Stossstange geht’s dem Meer entlang wieder Richtung Süden. Oman besticht durch die unglaublich eindrucksvolle Landschaft: weisse, kilometerlange einsame Strände, klares Wasser, karge Wüstensteppen, grüne Oasen und spektakuläre Berglandschaften und Wadis. Wir treffen auf Kamele und kleine Fischerdörfer,  in den Bergen auf bezaubernde Dörfer mit Dattelplantagen. Das Land ist ein wahres Campingparadies und wir nutzen dies aus. Als Camping-Neulinge schlagen wir uns recht gut, ab und zu erschrecken uns die Kamele mitten in der Nacht, sonst aber läuft alles wunderbar und wir geniessen jede Nacht unter freiem Himmel. Auch hier sind die Menschen sehr freundlich, und wir werden spontan zu einem Kamelfleisch-Gericht von ein paar Omanis eingeladen und ein Kleinbauer lässt uns vor seiner Plantage übernachten. Vor Freude über die Gäste mit dem seltsamen Dachzelt auf dem Auto bringt er uns auch noch Holz und frische Datteln. Leider vergeht die Zeit viel zu schnell und wir brechen wieder auf Richtung Abu Dhabi und Dubai, denn unser Auto wird am 20. Dezember nach Malaysia verschifft und wir brechen nach Sri Lanka auf.

Wir wünschen allen frohe Weihnachten!

UAE – Oman

29.11. – 10.12.2018

In Dubai erleben wir anders als erwartet den ersten Kulturschock unserer Reise. Nach einem Monat Iran ist hier alles irgendwie grotesk: zu gross, zu künstlich und zu viel Auswahl. Wir nisten uns für drei Tage in einem Airbnb ein und planen unsere Weiterreise. Diese führt uns in die beieindruckende Wüste nach Schardscha zu den Big Red Dunes. Unser toller Campingplatz erweist sich leider weniger ruhig als erwartet: die verrückten Araber fahren doch tatsächlich auch in der Nacht durch die Dünen! Wir geniessen die Fahrt durch die Wüste und ziehen weiter in den Oman. Nach einem längeren Grenzübertritt verbringen wir unsere erste Nacht im Oman in einem lauschigen kleinen Park zusammen mit Millionen Mücken. Am nächsten Tag ziehen wir weiter an einen einsamen, wunderschönen weissen Sandstrand und richten uns dort gemütlich ein. Das Wetter ist nicht zu heiss und in der Nacht kühlt es angenehm ab – perfektes Campingwetter. Die campingerfahrenen Omanis teilen unsere Begeisterung und am Wochenende ist urplötzlich der ganze Strand voller Autos und die ganze Nacht hindurch wird Party gemacht. Wir fliehen vor den Massen in die Berge und durchqueren das riesige Flussbett des Wadi Daykah, um am Ende wieder ein tolles Plätzchen zu finden. Am Abend gibt’s seit Monaten wiedermal Schweizer Essen: Rösti mit Spiegelei! Nach sechs Tagen wild Campieren suchen wir uns am nächsten Tag ein Hotel in Sur, einer hübschen Kleinstadt etwas südlicher, um von dort aus weiter zum Schildkröten-Strand zu gelangen. Leider durchkreuzt ein kleiner Unfall unsere Pläne komplett: an einer Kreuzung fährt uns ein Omani ins Auto – Stossstange kaputt! Zum Glück sind alle wohlauf. Obwohl alle äusserst zuvorkommend und hilfsbereit sind, verbringen wir die nächsten Tage mit Formalitäten erledigen und der Autoreparatur. Wir hoffen, dass alles schnell und reibungslos verläuft, damit wir doch noch etwas mehr von diesem wunderbaren Land erleben können.