16.03.-27.03.2019
Die Temperaturen erreichen nun knapp die 40 Grad Grenze und die Nächte bringen auch kaum mehr Abkühlung, wir schwitzen non-stopp. Sowohl der allgegenwärtige Rauch, wie auch der Staub lässt uns die Lust am Campieren vorläufig vergehen. In diesem Land wird wirklich zu jeder Tageszeit irgendwas abgefackelt. Nach der erfrischenden Kajak-Tour im Mekong zieht es uns Richtung Osten in die Berge nach Senmonorom und später nach Banlung. Dort soll es schöne Wälder, Wasserfälle und tolle Naturschutzgebiete geben. Die Realität sieht dann aber so aus: karge, abgeholzte Landschaften, verbrannte Erde und Rinnsale anstatt tobendes Wasser. An einem kleinen Wasserfall entscheiden wir uns Mittag zu Essen. Die halbe Dorfjugend erfrischt sich gerade samt Kleidern im Wasser und ein paar Einheimische laden uns ein, mit ihnen ein wenig zu feiern. Lustig, so eine kambodschanische Nachmittagsparty: die Bierbüchsen werden mit den Zähnen geöffnet, das Eis mit Steinen zerkleinert und es wird gebechert als gäbe es kein Morgen. Die Verständigung ist zwar nicht ganz einfach, aber wir geniessen die Gastfreundschaft und Herzlichkeit dieser Menschen. Nach ein paar Tagen zieht es uns weiter nach Kampong Thom, um den alten Khmer Tempel Sambor Prei Kuk zu besichtigen und später nach Siem Reap. Wir entscheiden uns, Angkor Wat nicht nochmals zu besuchen, um unsere schönen Erinnerungen zu behalten. Vor zehn Jahren waren wir praktisch alleine in den Tempeln unterwegs und jetzt sind gerade Heerscharen von Chinesen in Siem Reap eingetrudelt. Anstatt zu den Tempeln geht’s ins War Museum, ein etwas skurriler Ort, mit ausrangierten Panzern, Bomben und Minen, ja sogar ein Helikopter steht da im wunderschönen Garten. Durch die interessante Führung eines Mitarbeiters konnten wir aber dennoch ein paar neue, spannende Informationen über diese schreckliche Zeit erfahren. Unsere letzten Tage in Kambodscha verbringen wir mit Tempelbesichtigungen abseits der Touristenmassen, wir fahren hoch an die Grenze zu Thailand und besuchen die wunderschönen Tempel Prasat Beng Mealea und Prasat Preah Vihear.