1. – 4.11.2018
Nach der erfolgreichen Einreise steuern wir Ardabil an, es liegt auf einem Plateau auf über 1300 MüM und ist von Bergen umgeben, entsprechend tief sind die Temperaturen. Der Winter hat uns jetzt definitiv eingeholt, aber immerhin sind die Hotels alle gut geheizt. In Ardabil besorgen wir uns neue SIM-Karten und versuchen die iranische Währung zu verstehen, was etwas kompliziert ist. Es gibt Rial und Toman und der reguläre Wechselkurs stimmt überhaupt nicht mit dem auf dem Schwarzmarkt überein. Und als Krönung dies: du willst bezahlen und sie zeigen den Taschenrechner mit 5’000, aber eigentlich meinen sie 50’000, da soll noch einer durchblicken. In Ardabil besuchen wir das beindruckende Grabheiligtum des Safi ad-Din und gehen früh zu Bett. Der nächste Tag beginnt neblig, kalt und nass, aber auf dem Weg nach Tabriz wird’s immer schöner. Die Strasse führt uns über unzählige Berge und riesige Landwirtschaftszonen und die Gegend ist trotz ihrer Kargheit toll anzusehen. Etwas seltsam wirken die vielen Schilder am Strassenrand mit den Porträts vermeintlicher Märtyrer die im Irakkrieg gefallen sind. In Tabriz stechen wir in den wuseligen Bazar und geniessen die vielen fremden Eindrücke und kaufen ein paar getrocknete Feigen und Nüsse. Auch hier sind die Menschen sehr freundlich und interessiert woher wir kommen und natürlich fällt auch jedesmal: Welcome to Iran, welcome to my city.