Georgien – Tiflis

18. – 22.10.2018

Fast sieben Wochen unterwegs und über 7000km sind wir nun schon gefahren, haben unzählige Berge, tolle Landschaften, Kirchen und Orte besucht. Wir gönnen uns wiedermal eine kleine Pause und geniessen für ein paar Tage das normale Leben in einem Airbnb in Tiflis. Die tägliche Suche nach der „optimalen Übernachtungsmöglichkeit“, gutem Essen und der besten Reiseroute hat uns etwas ermüdet. Dazu kommt, dass wir endlich unser Iranisches Visum in der Botschaft in Tiflis abholen können. Wir dachten, das wäre ein kurzer Coup, wir hatten im Vorfeld ja schon alles vorbereitet. Natürlich nicht, alles wieder von vorne: anstehen, Formulare ausfüllen, Passfoto aufkleben (hatten wir natürlich keins dabei – also irgendwo Foto machen), bei einer Bank die Visagebühren bezahlen gehen, wieder zurück, anstehen, Fragen zum Lohn beantworten, „Expresszuschlag“ zahlen. Nach drei Stunden und blanken Nerven haben wir endlich unser Visum!

Georgien – Kutaissi – Tiflis – Kazbegi

12. – 18.10.2018

Nach Ushguli zieht es uns wieder runter an die Wärme, wo wir nach einem kurzen Zwischenstopp in Kutaissi weiter nach Tiflis fahren. Die Strassen sind miserabel, die Autofahrer aggressiv und überall – sogar auf der Autobahn – laufen Kühen rum. In der Stadt herrscht das totale Verkehrschaos und die Georgier mit ihren übermotorisierten Autos sind komplett irre, die toppen sogar die Türken. Im Gegensatz dazu ist die Gastfreundschaft bemerkenswert, es vergeht fast kein Tag ohne eine Einladung zum Essen oder selbstgebrannten Chacha. In Tiflis gibt’s dann auch einen neuen Dachträger, die Jungs von der Garage sind unglaublich nett und wollen uns gleich auf einen Offroad-Trip mitnehmen, aber leider haben wir andere Pläne. Über die Georgische Heerstrasse geht’s dann nochmals hoch in die Berge Richtung Russland nach Kazbegi.

Georgien – Ushguli

11. – 12. Oktober 2018

Kalt, kälter, am kältesten.
Von Mestia fahren wir rund zwei Stunden auf schlechten Strassen nach Ushguli. Es ist das scheinbar höchstgelegene (2200 MüM), ganzjährig bewohnte Dorf von „Europa“ und zählt mit seinen Wehrtürmen zum UNESCO Welterbe. Die Berge und die Natur sind fantastisch und auf den ersten Blick auch die Dörfer (es sind nämlich gleich deren vier). Doch auf den zweiten Blick ist alles baufällig, siffig und überteuert. Die Menschen kalt, das Wetter kälter und das Zimmer im Guesthouse am kältesten, weil: geheizt wird ja erst im Winter bei minus 15 Grad und jetzt sind es ja angenehme 3 Grad! Wir sind froh, wieder wegzukommen. Zuerst wollten wir den Weg über den Latpari-Pass nehmen, der sei super cool zu befahren – die Worte eines Guides. Nach einer Recherche im Internet (siehe Latpari Pass) entschied sich die weibliche Hälfte für die etwas längere Route und auch die war Abenteuer genug.