Reiseblog

Georgien – Aserbaidschan

22. – 24.10.2018

Nach über drei Wochen Georgien sagen wir nun bye-bye schönes Land. Kurz nach Tiflis kaufen wir noch ein paar Kleinigkeiten in einem riesigen Bazar, dann geht’s über die Weinregion Kachetien weiter nach Aserbaidschan. Der Grenzübergang ist etwas mühsam, nur Christoph darf mit dem Auto rüber. Er muss an der prallen Sonne sämtliche Kisten und Taschen ausladen, vorzeigen, wieder einladen, das Dachzelt aufstellen (die Zöllner sind ja so neugierig wie das aussieht) und nach knapp Eindreiviertel Stunden sind auch Mann und Auto durch! Anfangs sieht Aserbaidschan wie Georgien aus, kulturell und kulinarisch wähnen wir uns aber zurück in die Türkei. Gleiches Essen, in Cafés sitzende Männer (nur Männer), ummauerte Häuser und riesige Plantagen von Haselnusssträucher. Je weiter Richtung Baku umso karger wird jedoch die Landschaft, von satten grünen Weiden geht’s in eine Wüstenlandschaft über. Das erste Mal tanken wir nun an der Zapfsäule für Lastwagen und hoffen, dass unser Euro6 Diesel-Toyota das verkraftet.

 

 

 

Georgien – Tiflis

18. – 22.10.2018

Fast sieben Wochen unterwegs und über 7000km sind wir nun schon gefahren, haben unzählige Berge, tolle Landschaften, Kirchen und Orte besucht. Wir gönnen uns wiedermal eine kleine Pause und geniessen für ein paar Tage das normale Leben in einem Airbnb in Tiflis. Die tägliche Suche nach der „optimalen Übernachtungsmöglichkeit“, gutem Essen und der besten Reiseroute hat uns etwas ermüdet. Dazu kommt, dass wir endlich unser Iranisches Visum in der Botschaft in Tiflis abholen können. Wir dachten, das wäre ein kurzer Coup, wir hatten im Vorfeld ja schon alles vorbereitet. Natürlich nicht, alles wieder von vorne: anstehen, Formulare ausfüllen, Passfoto aufkleben (hatten wir natürlich keins dabei – also irgendwo Foto machen), bei einer Bank die Visagebühren bezahlen gehen, wieder zurück, anstehen, Fragen zum Lohn beantworten, „Expresszuschlag“ zahlen. Nach drei Stunden und blanken Nerven haben wir endlich unser Visum!

Georgien – Kutaissi – Tiflis – Kazbegi

12. – 18.10.2018

Nach Ushguli zieht es uns wieder runter an die Wärme, wo wir nach einem kurzen Zwischenstopp in Kutaissi weiter nach Tiflis fahren. Die Strassen sind miserabel, die Autofahrer aggressiv und überall – sogar auf der Autobahn – laufen Kühen rum. In der Stadt herrscht das totale Verkehrschaos und die Georgier mit ihren übermotorisierten Autos sind komplett irre, die toppen sogar die Türken. Im Gegensatz dazu ist die Gastfreundschaft bemerkenswert, es vergeht fast kein Tag ohne eine Einladung zum Essen oder selbstgebrannten Chacha. In Tiflis gibt’s dann auch einen neuen Dachträger, die Jungs von der Garage sind unglaublich nett und wollen uns gleich auf einen Offroad-Trip mitnehmen, aber leider haben wir andere Pläne. Über die Georgische Heerstrasse geht’s dann nochmals hoch in die Berge Richtung Russland nach Kazbegi.