Aserbaidschan – Iran

31.10. – 1.11.2018

In Aserbaidschan machen wir einen Abstecher zu einem Schlammvulkan, ist ganz lustig die kleinen blubbernden Krater zu sehen, danach geht’s wieder nach Bilasuvar, einem Grenzdorf an der Grenze zum Iran. Wir leeren unsere Alkoholvorräte und Essen ein letztes Mal kopftuchlos in einem Restaurant. Am nächsten Morgen starten wir früh Richtung Grenze, irgendwie ist alles ein wenig seltsam: kein Strassenschild, keine Autos, nichts deutet darauf hin, dass wir bald an einer Landesgrenze sind. Da es nur diese eine Strasse gibt, finden wir den Weg aber problemlos. Bereits auf der aserbaidschanischen Seite fängt das Warten an, niemand scheint genau zu wissen, was sie mit uns anfangen sollen, also warten wir mal. Irgendwann dürfen wir rein ins erste Büro, dann ins zweite, dann die Strassengebühren im dritten bezahlen gehen, aber es ist ein heilloses Durcheinander. Zuletzt scheint alles erledigt zu sein, aber nein, es kommen noch mehr Leute, die wollen unser Auto genauer unter die Lupe nehmen! Also nochmals Kisten auspacken und Fragen beantworten. Wir glauben, die waren alle einfach nur neugierig, was wir so mit uns führen. Endlich dürfen wir weiter und dann fängt das warten und zeigen erst richtig an: alle, wirklich alle Kisten müssen ausgepackt und gezeigt werden. Sie öffnen Sonnencremen, durchwühlen die Kleiderkisten und wundern sich über unsere Kochutensilien und Sportmints. Die Jasskarten fallen dem Grenzbeamten allesamt auf den Boden und so fort. Trotz allem sind sie immer sehr freundlich und entschuldigen sich sogar dafür. Der Papierkrieg beginnt aber erst: 2 1/2 Stunden später sind wir dank der Hilfe einer Bekannten und ohne dem Schlepper 120 Dollar zu bezahlen, durch! Welcome to Iran!

4 Kommentare zu „Aserbaidschan – Iran

    1. Danke, lieber Ueli! Und die Landschaft ist noch viel imposanter, leider kann man das mit der Kamera gar nicht so richtig einfangen.

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