Kambodscha – Koh Kong bis Kratie

03.03.-16.03.2019

Die Einreise in Cham Yeam nach Kambodscha verläuft erstaunlich einfach: von Schalter zu Schalter, Zettel ausfüllen, ein Stempel hier, ein paar Bath da und zack sind wir durch. Ok, wir geben an, nur 10 Tage in Kambodscha zu bleiben und müssten eigentlich auch am selben Ort wieder ausreisen, aber gemäss unseren Erfahrungen interessiert es am Ende eh niemanden. So tuckern wir mit einer französischen Backpackerin, die wir an der Grenze aufgegabelt haben, ins Städtchen Koh Kong und freuen uns auf Kambodscha. Koh Kong bietet zwar nicht viel, dafür ist es umso ursprünglicher. Das Eis ist nicht mehr ganz so klar, der Markt klein und übersichtlich und zum Teil leben die Menschen auf ihrem eigenen Müll, doch allesamt sind sie freundlich und die Kinder begrüssen uns mit einem herzlichen „hello“! Ein paar Kilometer von Sihanoukville entfernt campieren wir für ein paar Tage direkt am Strand neben einem Guesthouse und geniessen die letzten Tage „Beach-Life“. Sihanoukville selber ist ein Graus, an jeder Ecke wird gebaut, überall Staub und Dreck und ein Casino neben dem anderen. Weiter verschlägt es uns nach Kampot, dort  besuchen wir eine Pfefferplantage, die Bokor Hill Station und wir unternehmen eine erfrischende Kajak-Tour auf dem Fluss. Die Temperaturen steigen bereits auf 34 Grad und untertags ist Sightseeing fast nicht mehr möglich. Wild campieren erweist sich auch als ziemlich schwierig, entweder ist alles zugebaut oder es gibt überhaupt keine Strassen und bei dieser Hitze bevorzugen wir dann doch ein Guesthouse mit AC oder Ventilator. Nach einem kurzen Aufenthalt in Kep, fahren wir weiter nach Phnom Penh. Das ganze Land scheint eine einzige grosse, staubige Baustelle zu sein, überall werden die Strassen und Brücken ausgebaut. Durch die Trockenheit liegen ganze Dörfer unter einer dicken, roten Staubschicht. Auch Phnom Penh hat sich seit unserem letzten Besuch vor 10 Jahren stark verändert, es ragen Hochhäuser in den Himmel und man bekommt sogar guten Kaffee an den Strassenständen. Leider zeigt sich die Armut hier besonders drastisch, ganze Familien durchwühlen in der Nacht die Abfallsäcke um sich ihren Lebensunterhalt mit Büchsensammeln zu verdienen. Dem Mekong entlang fahren wir weiter durch kleine Dörfer nach Kampong Cham und später nach Kratie, wo wir eine tolle Kajak-Tour zu den seltenen Irawadi Flussdelfinen unternehmen.

 

 

Ein Kommentar zu „Kambodscha – Koh Kong bis Kratie

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